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Ratgeber

Haus energetisch sanieren: Kosten und Fahrplan

Wer sein Haus energetisch sanieren will, steht vor einer Reihenfolgefrage, bevor die Kostenfrage überhaupt sinnvoll beantwortet werden kann. Diese Seite führt vom Ist-Zustand über die Bauteilprüfung zum Fahrplan und zeigt, welche Kosten hinter den einzelnen Etappen stehen und wo sich Maßnahmen sinnvoll bündeln lassen.

Haus energetisch sanieren: Kosten und Fahrplan

Schritt 1: Ist-Zustand aufnehmen

Am Anfang steht die Bestandsaufnahme. Baujahr, Wandaufbau, vorhandene Dämmung, Fensteralter und Heizungstyp bestimmen, wo überhaupt Potenzial liegt. Ohne diese Basis führt jede Kostenschätzung in die Irre.

Bei Gebäuden aus der Zeit vor den ersten Wärmeschutzvorgaben liegt der größte Hebel fast immer an der ungedämmten Außenwand.

  • Baujahr und bisherige Sanierungen
  • Wandaufbau und Wanddicke
  • Vorhandene Dämmung an Dach, Wand und Keller
  • Alter und Verglasung der Fenster
  • Heizungstyp, Alter und Vorlauftemperatur
  • Verbrauchsdaten der letzten Jahre

Schritt 2: Bauteile priorisieren

Nicht jedes Bauteil bringt denselben Effekt pro eingesetztem Euro. Die Priorisierung folgt der Fläche, dem Ausgangszustand und dem Aufwand für den Zugang.

Die Außenwand hat den größten Flächenanteil und braucht ein Gerüst, weshalb sie sich besonders gut mit anderen Hüllmaßnahmen bündeln lässt.

  • Oberste Geschossdecke: geringer Aufwand, schnelle Wirkung
  • Außenwand: größte Fläche, größter Effekt, Gerüst nötig
  • Dach: hoher Effekt, sinnvoll bei ohnehin fälliger Neueindeckung
  • Fenster: sinnvoll gemeinsam mit der Fassade
  • Kellerdecke: günstig, verbessert den Komfort im Erdgeschoss
  • Heizung: nach der Hülle, dann kleiner dimensionierbar

Schritt 3: Bündeln, wo das Gerüst steht

Der wirksamste Kostenhebel bei einer Sanierung in Etappen ist die Bündelung. Alles, was ein Gerüst braucht, sollte in einem Zug erledigt werden: Fassade, Fenster, Dachanschluss, Rollladenkästen, Außenbeleuchtung.

Zusätzlich lassen sich die Anschlussdetails zwischen den Gewerken in einem Zug sauber ausbilden, statt sie nachträglich anzupassen.

  • Fassadendämmung und Fenstertausch zusammen
  • Rollladen- und Raffstoreanschlüsse gleich mitplanen
  • Dachüberstand und Ortgang in einem Zug anpassen
  • Außenleuchten, Fallrohre und Anbauteile neu setzen
  • Gerüst einmal statt mehrfach stellen

Schritt 4: Budget und Förderung

Stellen Sie das Budget je Etappe auf und ziehen Sie die Förderung ab. Bei Umsetzung nach einem individuellen Sanierungsfahrplan sind zusätzliche Boni vorgesehen, weshalb sich die Beratung meist rechnet.

Für den Fassadenanteil liefert der Aufmaß-Konfigurator eine erste Größenordnung. Die Programme im Überblick: Energetische Sanierung Förderung.

Häufige Fragen

Fragen & Antworten

Mit der Bestandsaufnahme und einem Fahrplan. Baulich beginnt man in der Regel an der Gebäudehülle, weil sich die Anlagentechnik danach kleiner auslegen lässt.

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