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Ratgeber

Isolierklinker Vergleich – gegenüber WDVS, VHF und Riemchen

Für eine gedämmte Fassade mit Klinkeroptik gibt es mehrere Wege, die sich in Aufbau, Befestigung, Oberfläche und Folgeaufwand deutlich unterscheiden. Diese Seite stellt den Isolierklinker den drei üblichen Alternativen gegenüber und benennt, wo die jeweiligen Stärken und Grenzen liegen.

Isolierklinker Vergleich – gegenüber WDVS, VHF und Riemchen

Isolierklinker: Dämmung und Klinker als System

Beim Isolierklinker sind Dämmplatte und echte Klinkerriemchen werkseitig zu einem Element verbunden. Die großformatigen Elemente werden mechanisch mit Dübeln und Hülsen befestigt, ohne Kleber.

Die mechanische Befestigung ist der wesentliche Unterschied im Bestand: Die Lasten gehen in den tragfähigen Untergrund, statt an der Haftzugfestigkeit des alten Putzes zu hängen.

  • Dämmung und Klinkeroberfläche in einem Element
  • Mechanische Befestigung ohne Kleber
  • Großformatige Elemente, zügige Montage
  • Echter, bei rund 1.200 Grad gebrannter Klinker
  • Verschiedene Dämmstärken planbar
  • Kein Anstrichzyklus der Oberfläche

Verputztes Wärmedämmverbundsystem

Das WDVS mit Putzoberfläche ist die verbreitetste und im Erstpreis günstigste Lösung. Dämmplatten werden geklebt und gedübelt, darauf kommen Armierung und Putz.

Der Folgeaufwand unterscheidet sich deutlich: Die Putzoberfläche braucht wiederkehrende Anstriche, und die schnell auskühlende Oberfläche begünstigt Algen- und Moosbewuchs. Auch mechanisch ist sie empfindlicher.

  • Niedrigster Erstpreis der Systeme
  • Große Farbauswahl über den Anstrich
  • Anstrichzyklus über die Nutzungsdauer
  • Anfällig für Algen- und Moosbewuchs
  • Empfindlich gegen mechanische Belastung
  • Klebeflächen erfordern tragfähigen, ebenen Untergrund

Vorgehängte hinterlüftete Fassade

Die VHF trennt Dämmung und Wetterschale und führt zwischen beiden eine Hinterlüftungsebene. Das ist bauphysikalisch robust und erlaubt eine große Bandbreite an Oberflächen.

Der Aufwand liegt in der Unterkonstruktion, die geplant, befestigt und wärmebrückenarm ausgeführt werden muss. Die Konstruktion trägt entsprechend auf.

  • Hinterlüftungsebene zwischen Dämmung und Wetterschale
  • Große Auswahl an Bekleidungen
  • Aufwendige Unterkonstruktion
  • Höherer Planungsaufwand
  • Größere Auftragsstärke der Konstruktion

Riemchen nachträglich auf ein WDVS geklebt

Eine verbreitete Variante ist, auf ein bestehendes oder neu erstelltes WDVS Klinkerriemchen zu kleben. Optisch ähnelt das Ergebnis einer Klinkerfassade, konstruktiv ist es etwas anderes: Das Gewicht der Riemchen hängt an der Klebeverbindung zur Dämmplatte.

Damit steigen die Anforderungen an Untergrund, Klebeschicht und Ausführung. Beim Isolierklinker ist die Verbindung Klinker zu Dämmung dagegen werkseitig hergestellt und die Last mechanisch in den Untergrund geführt.

  • Riemchen werden auf der Baustelle geklebt
  • Last hängt an der Klebeverbindung
  • Hohe Anforderungen an Untergrund und Ausführung
  • Mehr Arbeitsschritte vor Ort
  • Ergebnis stark von der Verarbeitung abhängig

Einordnung

Der Erstpreis spricht für das verputzte WDVS, die Gestaltungsvielfalt für die VHF. Wer eine Klinkeroberfläche will, die keinen Anstrichzyklus braucht, und im Bestand nicht von der Qualität des alten Putzes abhängig sein möchte, findet im Isolierklinker die stimmigere Lösung.

Die Entscheidungshilfe nach Untergrund und Ziel finden Sie unter Fassade dämmen: welches System. Eine Größenordnung für Ihr Objekt liefert der Aufmaß-Konfigurator.

Häufige Fragen

Fragen & Antworten

Beim Isolierklinker sind Klinker und Dämmung werkseitig verbunden und das Element wird mechanisch verdübelt. Bei aufgeklebten Riemchen wird der Klinker auf der Baustelle auf die Dämmplatte geklebt, das Gewicht hängt an der Klebeverbindung.

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