Ratgeber
Außenfassade dämmen: Kosten am bewohnten Haus
Die Außenfassade zu dämmen ist der wirksamste Eingriff an der Gebäudehülle, und er findet am bewohnten Haus statt. Das prägt sowohl die Kosten als auch den Ablauf: Gerüst, Bauzeit, Anschlussdetails und die Rücksicht auf die Nutzung wollen mit eingeplant sein. Diese Seite ordnet die Kosten aus Sicht eines bewohnten Bestandsgebäudes.

Warum außen gedämmt wird
Eine Außendämmung legt sich durchgehend um das Gebäude und unterbricht die Wärmebrücken an Decken, Stützen und Wandanschlüssen. Die tragende Wand bleibt dabei auf der warmen Seite und dient weiterhin als Speichermasse.
Innendämmung ist die Ausweichlösung, wenn außen nicht gedämmt werden darf oder kann. Sie ist bauphysikalisch anspruchsvoller und kostet Wohnfläche. Die Abwägung finden Sie unter Innendämmung oder Außendämmung.
- Durchgehende Dämmebene ohne Unterbrechung
- Wärmebrücken werden mit überdeckt
- Tragende Wand bleibt im warmen Bereich
- Kein Verlust an Wohnfläche
- Fassadenoptik wird gleich mit erneuert
Kostenposten am bewohnten Gebäude
Im bewohnten Bestand kommen Positionen hinzu, die es beim Rohbau nicht gibt. Sie sind planbar und sollten vor Auftragsvergabe geklärt sein, damit sie nicht als Nachtrag auftauchen.
Der größte Unterschied zum Neubau liegt in den Anbauteilen: Alles, was an der bisherigen Fassadenebene hängt, muss auf die neue Ebene versetzt werden.
- Gerüst mit längerer Standzeit
- Rückbau alter Verkleidungen und Entsorgung
- Verlängern der Fensterbänke
- Versetzen von Fallrohren, Leuchten, Steckdosen, Hausnummer
- Anpassung von Vordach, Markise, Geländer und Satellitenschüssel
- Anpassung des Dachüberstands
- Abdichtung und Ausbildung im Sockelbereich
- Schutz von Terrasse, Zuwegen und Bepflanzung
Ablauf und was das für die Nutzung bedeutet
Die Arbeiten finden vollständig von außen statt. Wohnen und Arbeiten im Gebäude bleiben möglich, es gibt jedoch Einschränkungen durch Gerüst, Lärm und zeitweise verhängte Fenster.
Der Haacke Isolierklinker wird mechanisch verdübelt und kommt ohne Kleber aus. Dadurch entfällt die Abhängigkeit von langen Trocknungs- und Aushärtezeiten, was die Bauzeit am bewohnten Objekt planbarer macht.
- Gerüst stellen und Fassade aufnehmen
- Anbauteile demontieren
- Untergrund prüfen, Befestigungsraster festlegen
- Elemente setzen und mechanisch befestigen
- Laibungen, Ecken und Sockel ausbilden
- Verfugen und Anbauteile neu setzen
- Gerüst abbauen und Abnahme
Budget aufstellen
Für ein tragfähiges Budget rechnen Sie System und Montage, Gerüst, Nebenarbeiten und Planung zusammen und ziehen eine mögliche Förderung ab. Die Kostenblöcke im Einzelnen stehen unter Fassadendämmung Kosten.
Ihre Fläche und eine erste Richtpreis-Schätzung ermitteln Sie über den Aufmaß-Konfigurator.
Weiterlesen
Passende Themen
Häufige Fragen
Fragen & Antworten
Ja. Die Arbeiten finden von außen statt. Rechnen Sie mit Gerüst, Baustellenlärm und zeitweise eingeschränkter Sicht aus den Fenstern.
Interesse geweckt?
Wir beraten Sie kostenlos und unverbindlich zu Ihrer Fassade.
